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Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar | Bowspirit Kids - der Bedarf

News   •   Mai 29, 2019 12:00 CEST

Das oben genannte Zitat aus "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupéry kam der Crew der Bowspirit Kids in den Sinn, als sie sich über die jüngsten Gespräche mit potentiellen Unterstützern und Medienvertretern austauschte.

Es gibt offensichtlich einige Fixpunkte unseres Vorhabens, an denen das Wesentliche für Außenstehende scheinbar unsichtbar ist, obwohl es für uns Initiatoren auf der Hand liegt.
In einer kleinen Serie von News-Beiträgen sprechen wir darüber, damit auch Sie sagen können "Ich sehe nicht nur mit dem Herzen gut, sondern auch mit den Augen und meinem Verstand."

Wir möchten mit unserem Vorhaben ernsthaft erkrankten und traumatisierten Kindern und Jugendlichen helfen, das Erlebte zu verarbeiten. Es geht darum, etwas Geschehenes in den eigenen Lebensweg zu integrieren und zu lernen damit umzugehen.

Manch einer wundert sich, warum wir für diese Klientel ein solches Vorhaben initiiert haben. Vermutlich seien es doch gar nicht so viele Kinder, denn sonst würde man ja auch viel mehr über das Thema in den Medien lesen und hören …

Weit gefehlt! Wir alle leben in Medienblasen - ganz egal ob wir konventionelle Medien konsumieren oder die sogenannten sozialen Medien. Und um sich in der heutigen Informationsflut Gehör zu verschaffen, neigt manch einer dazu, "Sensationen" zu pushen.
Ein ernsthaft krankes Kind aber ist keine Sensation. Und ein Schattenkind, das unter dem Eindruck der Erkrankung eines Geschwisterkindes oder Elternteils dahinvegetiert, taugt nicht, um Schlagzeilen zu produzieren. Und die betroffenen Familien haben schlicht und einfach nicht die Kraft, lautstark die Unterstützung einzufordern, die sie benötigen. Also hören wir fast nichts von diesen Kindern. Aber das heißt beileibe nicht, dass es sie nicht gibt.

Allein in den Kinderkliniken des Standortes Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein werden pro Jahr 5.000 Kinder stationär behandelt. In dieser Zahl sind auch gebrochene Beine oder Blinddarm-Operationen enthalten. Aber nehmen wir einmal vorsichtig geschätzt nur 5 % davon, dann kommt dort an jedem Arbeitstag ein kleiner Mensch zu den "Weißkitteln", dem es richtig dreckig geht.

In Deutschland erkranken nach Angaben des Deutschen Kinderkrebsregisters jedes Jahr circa 2.200 Kinder und Jugendliche neu an Krebs - bei 82 Millionen Einwohnern. Rechnet man diese Größe auf 512 Millionen Einwohner in der EU hoch, sprechen wir europaweit von 13.700 Kindern und Jugendlichen. Und Krebs ist nun wirklich nicht die einzige schwere Erkrankung oder der einzige Trauma-Auslöser, den es bei Kindern gibt.

Zehntausende kranke Kinder warten Jahr für Jahr auf die Hilfe von uns Erwachsenen, denn auch wenn man es ihnen nicht immer auf den ersten Blick ansieht, ist ihre kleine Welt schlicht und einfach aus den Angeln gehoben …

Kommt das Kind nach der Akutversorgung und als "geheilt" entlassen zurück in die Familie, die sich wohlgemerkt monatelang im Ausnahmezustand befand, dann wird dort versucht, schnell zum Alltag zurückzukehren. Wir erwähnen dies nicht als Vorwurf, sondern als Tatsachenbeschreibung. Und wir haben aus eigenem Erleben sehr großes Verständnis dafür: Es fehlt schlicht und ergreifend bei allen Beteiligten die Kraft!

Das Erlebte bleibt beim kranken Kind oder seinen Geschwisterkindern aber weiter “unsortiert” in der Vita. Und es bricht - so sicher wie das Amen in der Kirche - irgendwann hervor; und meist genau dann, wenn man es überhaupt nicht brauchen kann.

Bezeichnenderweise stoßen wir mit unserem Vorhaben auf offene Türen bei Menschen, die im medizinischen Bereich tätig sind - vom Krankenpfleger über den Assistenzarzt bis hin zur Chefärztin. Dort weiß man ebenso wie bei Psychotherapeuten oder Menschen, die eine ernsthafte Erkrankung selbst oder in ihrem unmittelbaren Umfeld erlebt haben, wie lebensverändernd diese ist und wie sehr gerade Kinder nach überstandener Akutphase Assistenz in dem von uns vorgesehenen Sinne benötigen.

Über all dies müssen wir als Gesellschaft sprechen - auch wenn es dabei emotional und damit vielleicht etwas "unangenehm" wird.

Als Ausgangspunkt für die Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema haben wir Ihnen jeweils einen Artikel aus den "Lübecker Nachrichten" sowie aus dem Magazin "STERN" verlinkt.

Der Bericht im "STERN" enthält ein Statement der Schwester des erkrankten Kindes, das die Situation der betroffenen Kinder und Familien auf den Punkt und - wie wir denken - aufrüttelnd zusammenfasst:

"Manchmal fragt Senay ihre Mutter:
'Muss ich auch krank werden, damit du dich um mich kümmerst?'"

  • Helfen Sie bitte mit, damit kein ernstlich erkranktes Kind und kein Schattenkind mehr auf unserem reichen Kontinent mit seiner Seelenlast allein gelassen wird.
  • Thematisieren Sie bitte den großen Bedarf und das Angebot, das die Bowspirit Kids daher schwarmfinanziert anbieten möchten.
  • Es geht um für die Allgemeinheit unsichtbare Kinder in Ihrer (Verbreitungs-) Region und deren Chance, nach überstandener Akutbehandlung wieder selbstbewusst in eine gesunde Zukunft starten zu können.

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Bowspirit Kids - Wir möchten Kindertränen in Freudentränen verwandeln

Die Bowspirit Kids Group wurde im Frühjahr 2018 in Lübeck (Deutschland) gegründet. Unser Aktivitätsschwerpunkt liegt in der Schaffung eines maritimen Freizeit- und Erholungscamps für kranke und traumatisierte Kinder und deren Geschwisterkinder - den sog. "Schattenkindern" -, die Spaß und Abwechslung von der Krankheit erfahren sollen. Hierzu wollen wir uns die Mobilität eines Passagierfährschiffes zunutze machen, um auch außerhalb des Basisortes operieren zu können und so die Bowspirit Kids Group und ihre Arbeit weltweit vorzustellen und weitere Projekte unter dem Leitgedanken "Erholung von der Krankheit" zu initiieren.

Die Gruppe besteht aus zwei Gesellschaften - der Bowspirit Kids gemeinnützige GmbH (www.bowspirit-kids.org) und der kommerziell geführten Bowspirit Management GmbH (www.bowspirit-management.com), welche gesellschaftsrechtlich so miteinander verflochten wurden, dass erwirtschaftete Gewinne nicht an Gesellschafter ausgekehrt werden können, sondern der übergeordneten gemeinnützigen Zielsetzung zugeführt werden.

Die Bowspirit Kids Group beabsichtigt, ihre Aktivitäten nicht allein auf klassische Spenden zu stützen, sondern finanzielle Ressourcen auch durch social events und Businesspatenschaften einzuwerben. Los ging es im vierten Quartal 2018 mit der Aktion "Die größte schwimmende Pinnwand der Welt".

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